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Um Ihnen ein wenig einen Geruchseindruck der äth. Öle zu vermitteln, - hat Herr Lindenmann bei der Aufzählung des Katalogs alle Öle nochmals einzeln „durchgeschnuppert“. Mehr als 10 Öle am Tag schafft man aber nicht, da sonst die Nase zu ist und nicht mehr auf die feinen Unterschiede der einzelnen Pflanzen reagiert. Ein weiteres Problem des „Schnupperns“ zeigt sich in der Umsetzung des Duftes in Worte. Für viele Nuancen gibt’s einfach keine Beschreibung und um uns nicht dauernd zu wiederholen und um auch bei der gleichen Pflanzenfamilie mit unterschiedlicher Duftpräsenz diese bildlich und wörtlich darzustellen, ist er oftmals an meine Phantasiegrenzen gestoßen. Der dritte Punkt war die Einwirkung dieser Öle auf seine geistige Bewegung und dem klaren Verstand. Manche Düfte bewirken eine Zunahme von Gehirn-Aktivitäten. Bei etlichen Düften fällt aber eine Klappe zu und er sitzt vor dem Papier und sein Geist braucht eine duftfaktorische Zwangspause. Als vierten Punkt bei der Beschreibung von Düften kommt der „Eigene“ subjektive Sachverstand in’s Spiel. Als Individualist mit 25 Jahren Dufterfahrung muss sein Gesamteindruck der einzehnen Düfte nicht unbedingt mit ihrer Duftbewertung übereinstimmen.

Aber wir denken, eine kleine Duft-Orientierung ist ihm gelungen – und sehen Sie es bitte nach – wenn’s nicht der Ihre ist. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Lassen Sie uns noch ein wenig über Düfte plaudern, - vielleicht können wir Ihnen einige interessante Aspekte vermitteln.

Düfte kann man nicht verallgemeinern d.h. auf versch. Personen wirken Düfte manchmal sehr unterschiedlich. Zum Beispiel auch auf bestimmte Volksgruppen, wie bei den Einheimischen von Indonesien wirkt der Duft der monströsen Durianfrucht appetitanregend und lecker. Wenn westl. Menschen diesen Duft riechen, bringen sie ihn in Verbindung mit faulig, stinkig und verdorben.

Laut versch. Forschungen wirken nur die Düfte von:
Brandgeruch
Verdorbenem Fleisch
Exkremente
und Vanille
auf alle Menschen gleich.

Und Männer aufgepasst. Der Duft des weiblichen Eisprungs macht die Frau in dieser Zeit besonders attraktiv und Männer „blind“. Was bei Frauen oftmals schon beobachtet wurde. Bei Freundinnen mit guter Beziehung kann sich der Menstruations-Zyklus gleichstellen – und dies hat seine Ursache über den Duft.

Für die Schwangeren unter uns. Beachten Sie, dass ab dem 7. Monat die Riechschleimhaut des Ungeborenen voll funktionsfällig ist. Und wussten Sie – dass man mit der Nase unterschiedlich riechen kann? Durch das rechte Nasenloch empfinden Sie den Duft angenehmer – durch das linke Nasenloch erkennen Sie den Geruch besser (synonym zur entsprechenden Gehirnhälfte). Und was Ihnen bestimmt auch schon aufgefallen ist, - nach einer gewissen Zeit merken Sie einen bestimmten Duft nicht mehr, z.B. ihr Parfüm oder äth. Öle. Obwohl es weiterhin ihre Duftaura von sich gibt, riechen Sie es nicht mehr. Ihre Riechzellen (epithel) sind gesättigt, d.h. von diesem Duft sind diese Duftmoleküle an der Riechzelle angedockt. Machen Sie beim Duftschnuppern eine Pause (frische Luft) – und seien Sie gewiss, - ihr Parfüm riecht auch noch wenn Sie’s an sich nicht mehr wahrnehmen.

Was man noch ansprechen sollte, wäre die Möglichkeit der Beeinflussung von Patienten die im Koma liegen. Dieser Zustand ist auch für Angehörige sehr problematisch, weil man doch so machtlos ist. Aber probieren Sie es doch mal mit natürlichen Düften. Ein leichter Rosenduft erreicht vielleicht auch einen sonst nicht „Erreichbaren“(?) .

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