Hans-Peter LindenmannWir sind ein kleiner Familienbetrieb, der seit über 25 Jahren auf althergebrachte Weise in Handarbeit nach überlieferten Rezepten Naturkosmetik herstellt.

Wir betonen bewusst „Handarbeit", da unsere Produkte überwiegend von Hand hergestellt werden. Dies geht vom Sammeln einheimischer und mediterraner Kräuter bis zum Abfüllen, Beschriften und der Gestaltung, da wir der Meinung sind, handverarbeitete Produkte beinhalten eine größere Seelentiefe als sterile Maschinenprodukte, die teilweise nur von Maschinen hergestellt werden und der Mensch und seine kreativen Kräfte außer acht gelassen wird. Die Werbung, vor allem im Fernsehen, versucht uns zu suggerieren, dass gerade jetzt dieses Gebäck, diese Suppe, dieses Produkt selbstverständlich individuell von Hand hergestellt wird, - die Oma steht hinterm Küchenherd, backt und kocht von Hand, -adrett anzuschauen mit Schürze und Rührlöffel. Dass es dieses alles noch in Wirklichkeit gibt - möchten wir in unseren Naturprodukten auszudrücken.

Allerdings, und dies war auch früher so, hat es mit der Romantik in den Werbefilmen wenig zu tun. In Beachtung der rythmischen Naturgesetze vom Mond- und Sonnenstand, von althergebrachten mystischen Überlieferungen der Ernte- und Sammelzeiten der Kräuter, der liebevollen Bearbeitung, verliert sich die Romantik in der harten Arbeit. Das Unterholz ist dick und stachelig, die Sonne sticht beim Sammeltag besonders, die Moskitos tun ihr übriges und vom Sammeln der Kräuter bis zum fertigen Endprodukt ist noch ein langer Weg. Auch hier muß man Kompromisse eingehen. Das Johanniskraut ist nun mal nicht immer am Johannistag erntereif, und beim Sammeln von Blättern, Blüten und Wurzeln ist der Aussaat- und Erntekalender zwar hilfreich, aber die Natur hat ihre eigene Zeiten. Am Blatt-Tag regnet es, am Blütentag sind die Blüten schon verwelkt und beim Warten auf das nächste Sammeln regnet es schon seit zwei Wochen. Beim Waldtag kommen wir wegen der Zecken und der Kriebelmücken nur mit unserem Amoskan Körperöl so einigermaßen unbeschädigt davon und beim Trocknen der Kräuter ergeben sich wieder neue Schwierigkeiten durch den Befall von Schädlingen. Dieses Arbeiten mit der Natur ist wie seit Jahrhunderten auch immer ein Kampf. Man merkt wie klein und unbedeutend man ist gegen die gewaltigen Naturkräfte und wird oftmals ganz still vor Ehrfurcht und Staunen. Aber wie Yin und Yang hat alles seine zwei Seiten. Das Schöne und Gewaltige bricht auch oft durch, ganz subtil - nicht laut und mit Donnerschlag, sondern behutsam und doch wirkungsvoll. Wenn man merkt, wie sanft Nachtkerzensamenöl die Haut glättet und innerlich die Abwehrkräfte immens stärken kann, wenn man überhaupt merkt, wie effektiv eine noch so unscheinbare Pflanze mit ihrem Samen, ihrem Öl, ihrem Duft - Großes und manchmal Unvorstellbares bewirkt, hat man wieder die Freude, die Kraft und die Energie zu erkennen - dass man auf dem richtigen Weg ist. Die Wirkung der natürlichen Kräfte hat was „Göttliches" an sich, nicht gebunden an irgendeine Religion, sondern ganz einfach nur in der Ehrfurcht. Vor der Natur offenbart sich einem, wenn man dafür offen ist, diese Göttlichkeit .... Es ließen sich dazu viele Beispiele aufzählen aber man sieht und merkt es ja allenthalben. Vielleicht doch ein Beispiel über das geheimnisvolle Leben der Pflanzen zeigt sich uns durch die Beobachtung von exotischen Pflanzen, von denen kurz der Akazienbaum in den Steppen Afrikas erwähnt sei.

In Symbiose mit Tieren (Ameisen) entwickelte dieser Baum ein perfektes Abwehrsystem gegen Pflanzenfresser. Er bietet den Ameisen Schutz in sog. Auswucherungen und hat auch noch süßen Nektar für sie übrig, im Gegenzug schützen ihn die Ameisen gegen jegliche Berührungen seitens der Pflanzenfresser und stürzen sich zu Tausenden auf den, der dem Baum zu nahe kommt. Man stellt sich dann natürlich schon die Frage, wie diese Pflanze/Baum in ihrem ganzheitlichen Denken so etwas fertigbringt... Es ließen sich viele Bücher schreiben und es sind wohl auch schon viele dazu geschrieben worden und jeder, der sich ein bisschen damit beschäftigt, kann sein Leben bereichern, wenn er zulässt, dass sich die Natur für ihn öffnet.

Um es auch kurz zu erwähnen, - wir gehören keiner Sekte oder einer bestimmten Glaubensgruppe an. Jedoch - und das geht allen ganzheitlich denkenden Botanikern so - sind wir gläubig und glauben an die Göttlichkeit! Wir akzeptieren und tolerieren jede Religion, - außer den Fundamentalisten jeglicher Religionen.

Wieder zurück zum Ursprung

Herrn Lindenmanns 10-jährige Arbeit als exam. Pfleger in Krankenhäusern und Altersheimen brachte es mit sich, seine Vorliebe für Kräuter und Düfte in die Pflege von Kranken und alten Menschen mit einzubringen.

Die positive Resonanz seiner wohltuenden, sehr gut verträglichen Naturpflege gab ihm den Anreiz, sich intensiver mit Düften und Naturkosmetik auseinanderzusetzen.

Er hat wohl das große Glück, seit über 25 Jahren eine Arbeit zu haben, hinter der er voll stehen kann und die er sehr liebt. Der Umgang mit der Natur und allem was uns die Natur gibt ist eine Herausforderung, die - wie schon erwähnt - nicht immer nur Positives beinhaltet.

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Caren Veyl-Lindenmann und Ihr Bergkräutergarten
 
 

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Sabine Hennek und Thomas Luciow - Team Onlineshop